Vier unvergessliche Wochen in Irland – Mein Auslandspraktikum in Dublin
Wenn ich heute auf mein vierwöchiges Auslandspraktikum in Irland zurückblicke, kommen sofort viele wunderbare Erinnerungen in mir hoch. Diese Zeit war für mich weit mehr als nur ein beruflicher Aufenthalt – sie war eine echte Lebenserfahrung voller spannender Eindrücke, neuer Perspektiven und unvergesslicher Begegnungen.
Mein Praktikum absolvierte ich gemeinsam mit einem Mitschüler bei LaptopLab – einem Reparaturservice für Laptops und Handys im charmanten Küstenort Bray, südlich von Dublin. Der Shop war nur etwa 15 Minuten mit dem Bus von meiner Gastfamilie entfernt, was den täglichen Arbeitsweg angenehm kurz und unkompliziert machte. Bray selbst hat mich begeistert: eine ruhige, freundliche Stadt mit einer wunderschönen Strandpromenade, die besonders an sonnigen Tagen zum Verweilen einlud.
Unsere Aufgaben bei LaptopLab waren vielfältig und spannend: Wir durften Notebooks und Handys auseinandernehmen, analysieren, reparieren und wieder zusammenbauen. Besonders aufregend war es, als wir bei Kund*innen vor Ort mithalfen, neue PCs, Monitore oder Notebooks zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Diese persönlichen Einsätze waren für mich das Highlight des Praktikums – sie boten nicht nur fachliche Herausforderungen, sondern auch authentische Einblicke in das alltägliche Leben der Iren.
Unser Chef Valentino war ein echter Glücksfall: freundlich, entspannt, geduldig und immer offen für ein Gespräch. Die Arbeitsatmosphäre war locker, aber lehrreich – wir fühlten uns wertgeschätzt und auf Augenhöhe eingebunden. Die flexiblen Arbeitszeiten machten den Alltag zudem angenehm entspannt.
Während meiner Zeit in Irland lebte ich im idyllischen Shankill, einem ruhigen Vorort im Süden Dublins. Die Gegend war deutlich entspannter als das geschäftige Stadtzentrum – perfekt zum Abschalten nach der Arbeit. Zusammen mit drei weiteren Schülerinnen wohnte ich bei einer unglaublich herzlichen Gastfamilie, die uns vom ersten Tag an ein echtes Zuhause auf Zeit bot. Das Haus war gepflegt, das Essen liebevoll zubereitet und sehr lecker – morgens stand das Frühstück schon bereit, mittags gab es täglich ein frisch gepacktes Lunchpaket, und abends wurde gemeinsam gegessen und sich ausgetauscht.
Jeder von uns hatte ein eigenes Zimmer, was für genügend Rückzugsraum sorgte, und auch das Bad teilten wir uns problemlos. Besonders schön war die offene und unkomplizierte Art unserer Gastfamilie: Wenn uns etwas nicht schmeckte oder wir mal nicht zum Abendessen da waren, genügte ein kurzes Gespräch oder eine Nachricht – und alles war geklärt.
Auch der Austausch mit den anderen Mitschüler*innen war ein wichtiger Teil des Erlebnisses. Wir verabredeten uns nach Feierabend zu Spaziergängen, gingen in Pubs oder unternahmen kleine Ausflüge. Bei unseren wöchentlichen Treffen mit unserem Delegationsleiter Thomas im Pub am Mittwoch, wurden dann die Pläne fürs Wochenende geschmiedet: So standen unter anderem Ausflüge in den Glendalough Nationalpark, ein Besuch des Guinness Storehouses und ein Wochenendtrip nach Galway auf dem Programm. Solche gemeinsamen Aktivitäten haben den Zusammenhalt gestärkt und viele schöne Erinnerungen geschaffen.
Irland selbst hat mich mit seiner landschaftlichen Vielfalt beeindruckt. Das satte Grün, die unzähligen Schafe, das raue Küstenpanorama und die sanften Hügel – all das wirkt wie aus einem Bilderbuch. Dass ich dabei vier Wochen lang Sonnenschein erleben durfte, war ein besonderes Glück und hat den Gesamteindruck noch einmal verstärkt.
Überrascht war ich zunächst von der irischen Sprache – viele Straßenschilder sind zuerst auf Irisch geschrieben, was für mich völlig ungewohnt war. Doch im Alltag sprachen alle Englisch, und man konnte sich problemlos verständigen.
Eine kleine Einschränkung: Der Tagesausflug zu den Cliffs of Moher war mit einer langen Anreise von über zweieinhalb Stunden ab Galway verbunden. So spektakulär die Aussicht dort auch war – ob sich der Aufwand lohnt, sollte man für sich persönlich abwägen. Es hat auf jeden Fall für ein wenig Nervenkitzel gesorgt, da wir fast den Bus zurück nach Dublin verpasst hätten.
Was mir besonders im Gedächtnis bleibt, ist die irische Mentalität. Die Menschen sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und gastfreundlich – egal wo man war, man wurde immer zu einer Tasse Tee und Keksen eingeladen, und selbst alltägliche Begegnungen sind von echter Herzlichkeit geprägt.
Mein Fazit:
Dieses Auslandspraktikum war für mich eine der wertvollsten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe nicht nur mein technisches Wissen erweitert und neue berufliche Einblicke gewonnen, sondern vor allem auch gelernt, wie bereichernd es ist, eine andere Kultur hautnah zu erleben. Die Menschen, das Land, die Sprache, der Alltag – all das hat mich geprägt. Ich bin unglaublich dankbar für diese Möglichkeit und würde es jederzeit wieder machen. Wer die Chance bekommt, ein Auslandspraktikum zu machen – nutzt sie! Es ist eine Erfahrung, die man nie vergisst