18.12.2018 | Dresden

Evaluationsveranstaltung im Projekt Lehrraum_Digital

Das Projekt Lehrraum_digital neigt sich dem Ende. Zeit, die Arbeit Revue passieren zu lassen, die bisherigen Schritte zu evaluieren, aber auch einen Ausblick zu wagen: Ausgehend von der Analyse der Anforderungen und den gemeinsamen Workshops mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Schulleitungen und der Geschäftsführung der AFBB haben die Wissenschaftler der TU Dresden für uns einen Planungsvorschlag erarbeitet.

Neben der neuartigen Herangehensweise, solche Planungen über sogenannte „Pattern Designs“ umzusetzen, ist das Besondere an diesem Projekt die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen: Neben Medienplanern und verantwortlichen Entscheidern arbeiteten Architekten und natürlich Pädagogen mit und haben ihre Ideen und Bedarfe eingebracht.
An dieser Stelle setzte die Evaluationsveranstaltung an: Im Vordergrund stand die Frage, wie die einzelnen Bereiche ihre bisherige Zusammenarbeit bei solchen Planungskonzepten wahrgenommen haben und ob sich diese Wahrnehmung verändert, wenn man sich der gegenseitigen Einflüsse bewusst wird.

Daher wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vier Gruppen gebeten, ihre grundsätzliche Einschätzung zu den verschiedenen Rollen zu äußern. Nach einem gemeinsamen Reflexionsprozess wurde noch einmal erfragt, welches Bild sie von den einzelnen Rollen der Beteiligten haben. Dabei habe es klare Veränderungen in der Sicht auf die anderen Disziplinen gegeben. Die wichtigste Erkenntnis dabei war, dass es einen verbesserten Austausch geben muss.

Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Methode des „Serious Playing“ mit Legosteinen: In gemischten Gruppen, in denen jede Profession einmal vertreten war, sollten die bisherigen Planungsmuster und damit auch -defizite physisch dargestellt werden. Nach einer Austauschrunde wurden die wünschenswerten Zustände „erbastelt“. Eindeutiges Ergebnis war in allen Gruppen der Wunsch nach besserer Kommunikation zwischen den Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen. Insbesondere die Bedarfe der Pädagogen sollten nach einhelliger Meinung aller den Medienplanern und Architekten besser kommuniziert und nutzbar gemacht werden. Dies vereinfacht es wiederum, eine bessere Entscheidungsgrundlage für die Verantwortlichen zu erstellen.
Insofern stellt das Projekt Lehrraum_Digital einen wichtigen Impuls dar, um die Bedeutung des Austausches verschiedener Beteiligten in solcherlei Planungsprozessen zu vermitteln. Die Verknüpfung der verschiedenen Sichtweisen der Akteure in Planung und Bildung lassen besser nutzbare Ergebnisse erwarten, wie sich in der Umsetzung des entwickelten Raumkonzepts an der AFBB sicherlich noch zeigen wird.

Die AFBB ist Partner bzw. wird gefördert von:

ESF Erasmus LCCI imove

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